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Wolfgang Heinz


Foto: © Christa Hochneder, Eckleben

Geburtsdatum: 18.05.1900 in Pilsen
gestorben am 30.10.1984 in Berlin
 
Kurzbiographie: - Sohn des Journalisten Julius Hirsch und dessen Ehefrau, der Schauspielerin Camilla Alt
- besuchte das Erzherzog-Rainer-Realgymnasium in Wien
- erhielt 1917 nach einer kurzen Ausbildung in Eisenach sein erstes Engagement
- kam 1918 an das Deutsche Theater Berlin
- spilete in der Saison 1918 / 19 außerdem am Volkstheater in Wien
- 1919 bis 1923 am Preußischen Staatstheater Berlin unter Leopold Jessner
- danach u.a. an den Hamburger Kammerspielen tätig
- ab 1927 erneut am Preußischen Staatstheater Berlin
- floh kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten auch wegen seiner jüdischen Herkunft nach Österreich
- ging 1934 an das Schauspielhaus Zürich, wo er bis 1946 als Regisseur und Schauspieler arbeitete
- 1946 am Wiener Volkstheater engagiert
- 1948 bis 1956 als Schauspieler, Regisseur und Direktor der Scala Wien
- wechselte nach der Schließung der "Scala" 1956 ans Deutsche Theater Berlin, wo er bereits 1951 als Gast-Regisseur gearbeitet hatte
- war dort von 1956 bis 1962 Oberspielleiter und von 1963 bis 1969 Intendant
- war zudem von 1959 bis 1962 Direktor der Staatlichen Schauspielschule Berlin
- wurde 1959 zum Professor ernannt
- spielte bis 1976 am Deutschen Theater und wurde insbesondere durch seine Interpretation der Titelrolle in Lessings "Nathan der Weise" bekannt, die er 1966 erstmalig verkörperte
- leitete als Regisseur die Inszenierungen der Stücke von Gorki, Tschechow und Gerhard Hauptmann
- übernhm 1961 die Tietelrolle in Konrad Wolfs Verfilmung des "Professor Mamlock", die er zuvor schon am Deutschen Theater gespielt hatte
- war seit 1966 Präsident des Verbandes der Theaterschaffenden und von 1968 bis 1974 Präsident der Akademie der Künste der DDR
- wurde mit bedeutenden staatlichen und gesellschaftlichen Auszeichungen der DDR geehrt, u.a. den Vaterländischen Verdienstorden in Gold (1964) und dem Karl-Marx-Orden (1974)
- lebte mit der Schauspielerin Erika Pelikowsky zusammen; ihre gemeinsame Tochter ist Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Heinz
- bemühte sich in den 1980er Jahren, seinen Halbbruder David Hurst nach Ost-Berlin zu holen, was aber am Widerstand der Behörden scheiterte
- ist auf dem Friedhof in Berlin-Adlershof bestattet
 
Filmographie:
1919 Der Ritualmord
Die Geächteten
1920 Die entfesselte Menschheit
1921 Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
1930 Die zwölfte Stunde
1932 Ein blonder Traum
1938 Füsilier Wipf
1954 Wiener Herzen / Der Komödiant von Wien
1955 Gasparone
1958 Geschwader Fledermaus
1960 / 61 Aktion J (Dokumentarfilm; Sprecher)
1961 Professor Mamlock
1961 / 62 Stimme der Wälder (Kurz-Dokumentarfilm; Mitwirkung)
1963 Das russische Wunder (Dokumentar-Zweiteiler; Sprecher)
1966 / 72 Der kleine Prinz (TV)
1970 Ein Mann seltener Art. Aussagen über Hans Otto
(TV-Dokumentarfilm; Mitwirkung)
1971 / 72 Das goldene Ding (TV, BRD)
1973 Der nackte Mann auf dem Spiortplatz
1974 Ich war, ich bin, ich werde sein (Dokumentarfilm; Sprecher)
1976 / 77 Vietnam; 2. Der Reis danach (Dokumentarfilm; Sprecher)
1978 Nun gut, wir wollen fechten (TV-Dokumentarfilm)
1979 Die Rache des Kapitän Mitchell (TV)


in der Titelrolle in Konrad Wolfs "Professor Mamlock"

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