Ost-Film
Startseite
Was ist Ostfilm?
Die Filme
Die Stars
Die Technik
 
Shop
 
Kontakt
Gästebuch
Links
Impressum


Die Technik
Meopta-Projektoren

Während auf RGW-Beschluss die Dresdener Projektor-Produktion eingestellt werden musste, lief vor allem in der CSSR die Produktion und Weiterentwicklung weiter. Auch die CSSR konnte jahrelange Erfahrung in der Entwicklung und dem Bau von Kinoprojektoren vorweisen. Meopta-Kinoprojektoren hielten von da an in immer mehr osteuropäischen Kinos Einzug. Inwieweit dies auch für die Sowjetunion zutraf, kann ich jedoch nicht sagen, da ich leider bislang keinerlei Zugang zu entsprechenden Informationen habe und ich leider auch nie hinter die Kulissen sowjetischer Kinos schauen durfte. (Während eines Moskau-Besuchs in den 80ern hatte ich mal in einem Moskauer Kino nachgefragt. Doch obwohl ich meinen Filmvorführer-Ausweis vorlegte, wurde das Anliegen abgelehnt. Die Tschechen und Ungarn waren da weitaus entgegenkommender.) Fakt ist jedoch, dass vor allem in den Filmtheatern der RGW-Staaten (Ausnahme UdSSR?) zunehmend Meopta-Maschinen eingesetzt wurden.

Erster in der DDR eingesetzter Meopta-Projektortyp war die Meo IV X.

Projektor MEO 4 X
Meopta MEO 4 X

Dieser Projektor war von Anfang an für den Betrieb mit Xenon-Brennern ausgelegt. Die Maschinen besaßen jedoch noch die Feuerschutz-Filmkästen und konnten somit auch nur mit 600 m-Filmspulen bestückt werden. Der Xenon-Brenner ist in der 4 X grundsätzlich senkrecht angeordnet (es sei denn, es erfolgte ein entsprechender nachträglicher Umbau).

Etwa ab 1978 gab es dann eine Weiterentwicklung der Meopta-Projektoren. Zunächst erschien die MEO 5 X, noch mit stehend eingebautem Xenon-Brenner.

MEO 5 X
Meopta MEO 5 X

Die kompakte moderne Bauform dieses Projektor-Typs empfand ich persönlich als sehr ansprechend. Es machte einfach Spaß mit diesen Projektoren zu arbeiten. Die MEO 5 X besaß keine Feuerschutz-Kassetten mehr und war somit für den Einsatz von 1800 m-Spulen geeignet. Des weiteren konnte man die Filme direkt auf den Projektoren umrollen / zurückspulen. Der Filmlauf ist bei der MEO 5 X offen. Außerdem gibt es eine vollautomatische Überblendung von einem Projektor zum anderen. Die Brenner werden bei diesem Typ jeweils erst dann gezündet, nachdem die jeweilige Maschine angelaufen ist (Bei der MEO 4 konnten die Brenner im Dauerbetrieb gehalten werden, was oft auch angewandt wurde, um die teuren Brenner zu schonen).

Als Weiterentwicklung erschienen so in den 80er Jahren die Projektoren vom Ty MEO 5 XB1.

MEO 5 XB1
Meopta MEO 5 XB1

Wichtigster Unterschied gegenüber dem Vorgänger-Typ ist der waagerecht liegend installierte Brenner mit Lichtleistung zwischen 2500 und 4000 W. Es passen hier auch etwas größere Spulen drauf, so dass ein heutiger Spielfilm von durchschnittlich 90 min. Laufzeit problemlos mit nur einem einzigen Projektor vorgeführt werden kann.

MEO 5 XB3
Das aktuelle Modell: die Meopta MEO 5 XB3

Das Gros der in Osteuropa ab den 60er Jahren eingesetzten Filmprojektoren waren die verschieden MEO´s. Allerdings vermag ich - wie bereits erwähnt - nicht zu sagen, ob dies auch für die Sowjetunion zutraf. Die UdSSR produziert ja selbst auch Kinoprojektoren. Mir ist jedoch bislang kein einziger stationärer Projektor aus der Sowjetunion bekannt.

Die sowjetischen KN-Projektoren

nach oben