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Die Schönste

DEFA-Spielfilm


Progress Filmprogramm Nr. 

Jahr: 1957
Drehbuch: A. Artur Kuhnert, Ilse langer, Ernesto Remani, Heinz Kahlau (1959)
Regie: Ernesto Remani, Walter Beck (Schnittfassung 1959)
Kamera: Robert Baberske
Musik: Manfred Nitschke, Wolfgang Lesser (Schnittfassung 1959)
 
DVD: Icestorm
FSK: ohne Altersbegrenzung
Laufzeit: 86 min
 
Darsteller:
Jürgen Büttner, Jochen Hesse, Willy A. Kleinau, Ursula Burg, Gerhard Bienert, Gisela May, Hildegard Schreiber, Charlott Daudert, Waltraud Kogel, Siegfried Schürenberg, Manfred Krug, Uwe-Jens Pape, Maly Delschaft, Gerd Michael Henneberg, Gabriele Hoffmann, Wolf Beneckendorff, Friedrich Gnaß, Herbert Kiper, Ilse Abel, Axel Triebel, Rudolf Ulrich, Margarete Gräf, Kurt Ulrich, Harro ten Brook, Walter E. Fuß, Willi Neuenhahn, Joe Schorn, Rolf Bergmann, Erik S. Klein, Jarmila Ksirová, Hans Stetter, Klaus Bamberg, Manfred Müller, Rolf Römer, Hans Flössel, Kurt Sperling, Herbert Ambach u.a.

Inhalt:
Der 13jährige Thomas (Jürgen Büttner) ist Sohn des reichen Geschäftsmannes Alexander Bendorf (Willy A. Kleinau), während Hannes Wille (Jochen Hesse) Sohn eines Werkmeisters (Gerhard Bienert) ist. Die beiden lernen sich kennen, weil Hannes hin und wieder Bendorfs Mercedes 300 polieren darf, und freunden sich an. Eines Tages schließen die beiden Jungs eine Wette ab, wessen Mutter die "Schönste" sei. Hannes vermutet, dass Frau Bendorf nur wegen ihres teuren Schmucks verehrt wird. Er schlägt vor, Thomas solle seiner Mutter (Ursula Burg) ein Kollier entwenden, während er seiner eigenen Mutter (Gisela May) eine Goldbrosche stiebitzt. Gesagt, getan. Anschließend trampen beide Jungs samt Kollier nach Hamburg.
Inzwischen ist der Diebstahl im Hause bendorf bemerkt worden. Durch den Verlust des Kolliers kommt es bei den Bendorfs zu einer Ehekrise. das Kollier war nämlich noch nicht bezahlt. Und - was noch schwerer wiegt - daran hing die Finanzierung einer neuen Firma Bendorfs.
Die beiden Jungen sind inzwischen in Hamburg angelangt. Dort lernen sie einen Landstreicher kennen, der sie dann zurück nach Berlin bringt. Wieder daheim gibt Thomas das Kollier an seine Eltern zurück und bringt damit die Welt der Bendorfs wieder in Ordnung. Doch sind Vater und mutter Bendorf durch das Erlebte nachdenklich geworden. Sie hinterfragen ihren Lebensstil und wollen in Zukunft aufmerksamer miteinander und vor alem mit ihrem Sohn umgehen.
In der Schnittfassung endet der Film jedoch damit, dass Faru Bendorf mit ihrem Sohn ihren Mann verlässt, da sie erkannt hat, dass sie für Alexander Bendorf nur ein Prestigeobjekt darstellt.

Der Film war der erste DEFA-Film der vollständig verboten wurde. Ursprünglich war der sollte der Film von dem in der damaligen BRD lebenden Drehbuchautor A. Artur Kuhnert und Regisseur Ernesto Remani geschaffen werden.. Nach dem zuvor vor allem die Schluss-Szene umgearbeitet werden musste und man Remani im Herbst die Wiedereinreise in die DDR verweigerte, wurde der Drehstab weitgegehend ausgetauscht. Als Regisseur war nun Walter Beck eingesetzt, das Drehbuch musste von Heinz Kahlau umgearbeitet werden. Bis 1959 war der Film inzwischen auf 72 Minuten geschrumpft. Trotzdem kam 1960 das endgültige Aus für den Film.
Erst nach der Wende konnte der Film von der DEFA-Stiftung sowohl in der Urfassung als auch in der Schnittfassung rekonstruiert und 2002 schließlich im Berliner "Babylon" uraufgeführt werden.


Szene mit Jürgen Büttner und Joachim Hesse


Szene mit Ursula Burg und Jürgen Büttner


DVD-Cover

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