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Sachsens Glanz und Preußens Gloria

historische Fernsehserie in 6 Teilen
(Literaturverfilmung)

DVD-Cover Sachsens Glanz und Preußens Gloria
DVD-Cover

Jahr: 1982 - 85
Drehbuch: Hans-Joachim Kasprzik
Regie: Hans-Joachim Kasprzik
Kamera: Horst Hardt
Musik: Karl-Ernst Sasse
 
Laufzeit: je ca. 90 min
DVD: DDR TV-Archiv
FSK: ab 6 Jahre
 
Darsteller und Rollen:

Gräfin Cosel:

  • Dietrich Körner: August der Starke
  • Marzena Trybała: Gräfin Cosel
  • Ezard Haußmann: Graf Heinrich von Brühl
  • Alfred Struwe: Graf Jakob Heinrich von Flemming
  • Klaus Piontek: Freiherr Adolph von Hoym
  • Jan Spitzer: Rittmeister Olaf von Rosen
  • Jörg Kleinau: Karl XII. von Schweden
  • Bozidara Turzonovová: Gräfin Henriette Amalie von Reuß
  • Hans Knötzsch: Graf Friedrich von Vitzthum
  • Günter Wolf: Graf Christoph August von Wackerbarth
  • Michèle Marian: Fürstin Ursula Katharina von Teschen
  • Silvio Hildebrandt: Friedrich II.
  • Christine Harbort: Gräfin Bielinska
  • Anne Kasprzik: Gräfin Dönhoff
  • Maxi Biewer: Gräfin Potzki
  • Werner Dissel: Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau
  • Uwe Dag Berlin: Alexander Sulkowski
  • Renate Blume

Brühl:

Aus dem Siebenjährigen Krieg:

weiterhin:
Fred Alexander, Liane Düsterhöft, Elke Brosch, Andrea Czernetzki, Rolf Mey-Dahl, Ulrike Mai, Helmut Schreiber, Joachim Tomaschewsky u.a.

Inhalt:
"Gräfin Cosel"
schildert den Aufstieg und Fall der berühmten Gräfin als Mätresse August des Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen.

Die beiden "Cosel"-Teile sind eigentlich der Anfang des Sechsteilers, wurden kurioserweise aber zuletzt abgedreht.

In "Brühl" geht es um die Karriere des Grafen von Brühl. Durch Intrigen gelingt es ihm, zum Ersten Minister August III. aufzusteigen und somit zum eigentlichen Herrscher von Sachsen zu werden.

In "Aus dem Siebenjährigen Krieg" zieht sich Brühl aufgrund seiner zentralen Rolle bei der Bildung eines antipreußischen Bündnisses den Zorn Friedrich des Großen auf sich. Daraufhin wird Sachsen Ziel eines preußischen Präventivschlages. Infolge dessen müssen sowohl Brühl als auch August III. entmachtet das Land verlassen.

"Sachsens Glanz und Preußens Gloria" war die aufwendigste und zugleich auch teuerste Fernseh-Produktion der DDR.

Anfang 1979 geplant, wurde das Projekt jedoch zunächst verschoben, da andere wichtige Produktionen (wie "Martin Luther" und der von den DDR-Oberen gewünschte Ernst Thälmann-Film anlässlich dessen 100. Geburtstages) Vorrang hatten. 1985 wurden dann die beiden Teile "Brühl" sowie die beiden Folgen über den Siebenjährigen Krieg abgedreht und abgenommen.

Unmittelbar nach Abschluss der Dreharbeiten zu den beiden "Brühl"-Teilen drohte das Projekt zu scheitern - Monika Woytowicz folgte ihren damaligen Ehemann in die BRD. Kurz zuvor aber hatte Honecker verkündet "Es geht kein Verräter mehr über den Bildschirm". Glücklicherweise kam es dann aber doch anders. Die Folgen mit Monika Woytowicz umzubesetzen und neu abzudrehen wäre viel zu kostspielig geworden.
Zugleich setzte auch ein Handlungszwang aus dem Westen ein: In der BRD wurde das Projekt mit größtem Interesse verfolgt. Gert Fröbe wollte sich mit einer Millionensumme daran beteiligen, wenn er August den Starken hätte spielen dürfen. Dies wurde ihm jedoch versagt.
Auch ARD und ZDF bemühten sich um die Ausstrahlungsrechte und trieben den Preis in die Höhe. Die ARD machte letztlich das Rennen.

Da diese vier Teile so erfolgreich in den Westen verkauft werden konnten, entsann man sich, dass man ja eigentlich 6 Teile geplant hatte. In aller Eile wurden nun auch noch die beiden "Gräfin Cosel"-Teile abgedreht. Das war jedoch erst 1987. So kam es, dass zuerst die Teile 4 bis 6 gesendet wurden und erst dann die Teile 1 und 2. Dadurch sind auch die unterschiedlich Drehstäbe und Besetzungen zu erklären.

Da die besten und wichtigsten Frauenrollen der Serie mit polnischen Schauspielerinnen besetzt wurden, gab es während der Dreharbeiten einen regelrechten "Zickenalarm". Denn verständlicherweise waren die DDR-Schauspielerinnen nicht besonders glücklich über die Rollenbesetzungen.

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