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Die sowjetischen KN-Projektoren

Um die in die Jahre gekommenen TK´s abzulösen, wurden in der DDR einige mobile Projektoren vom Typ KN-17 aus der UdSSR importiert. Es stellte sich jedoch schon sehr bald heraus, dass die KN keineswegs die gute alte TK verdrängen konnte. Zwar war die KN-17 als transportable Anlage konzipiert, aber wer jemals eine KN aufgebaut hat, weiß, welch ein Kraftakt dies darstellte. Die KN waren dermaßen schwer, dass man sie kaum allein auf die Stative bzw. Säulenständer bekam. Zudem waren diese Maschinen im Betrieb so laut, dass eine Aufstellung im gleichen Raum wie die Zuschauer unmöglich erschien.

In den ab den 70er Jahren recht zahlreich entstandenen sog. Sommerkinos, in Jugendklubs mit seperaten Vorführräumen oder ähnlichen Örtlichkeiten, wo sie stationär aufgebaut werden konnte, hatte die KN allerdings durchaus ihre Daseinsberechtigung. Die KN-17 bot gegenüber der TK einige nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisende Vorteile:

  • Die Bedienung der KN war idiotensicher. Es gab kein extra Schaltgerät wie bei der TK. Vielmehr verfügte jeder Projektorkopf über einen Kippschalter zum Starten des Motors und einen Taster für die Überblendung und zum Einschalten der Projektionslampe. Weitere Bedienschalter gab es bei der KN nicht.

  • Es gab auch keine Feuerschutz-Kassetten. Die KN waren mit Spulenarmen ausgerüstet.

  • Entgegen dem eigentlichen schweren Projektoren waren sowohl der zur KN-Anlage gehörende Transistor-Verstärker als auch die Lautsprecher-Boxen relativ leicht und kompakt.

  • Die KN war ein "Allesfresser". Filme, die selbst durch eine KN nicht mehr ohne Filmriss durchliefen, waren auf einer TK nicht mehr spielbar!

Ein paar Jahre später tauchte eine Weiterentwicklung der KN-17 auf , die KN-24. Diese Maschinen hab ich nur ein einziges Mal kurz gesehen. Sie waren noch schwerer als die KN-17. Während es für die KN-17 noch Stative gab, war eine Aufstellung der KN-24 nur noch auf Säulenständern möglich. Schon von daher verbot sich ein mobiler Einsatz der KN-24 von selbst. Selbst in der DDR waren KN-24 recht selten zu finden.

Endlich konnte ich auch Abbildungen der KN-17 auftreiben:
(Die Fotos zeigen die KN-17 von Herrn Bernd Harder aus Eberswalde, der mir nunmehr freundlicherweise erlaubte, sie hier zu verwenden. Dafür danke ich ihm vielmals.)

KN17 Bedienseite
KN-17 auf TK-Stativ, Bedienseite

KN 17 Lampenhausseite
Kn-17, Lampenhausseite

Hier noch ein besonderes Schmackerl:

Projektor KN 3