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Das gelobte Land

polnische Literaturverfimung
nach dem gleichnamigen Roman von Władysław Reymont


Progress Filmprogramm "Film für Sie" Nr. 22 / 76

Originaltitel: Ziemia Obiecana
Jahr: 1974
Drehbuch: Andrzej Wajda
Regie: Andrzej Wajda
Kamera: Witold Sobociński, Edward Kłosiński, Wacław Dybowski
Musik: Wojciech Kilar
 
Laufzeit: 179 min
 
Darsteller:
Daniel Olbrychski, Wojciech Pszoniak, Andrzej Seweryn, Kalina Jędrusik, Anna Nehrebecka, Bożena Dykiel, Andrzej Szalawski, Stanisław Igar, Franciszek Pieczka, Kazimierz Opaliński, Andrzej Łapicki, Zbigniew Zapasiewicz, Piotr Fronczewski, Jerzy Zelnik, Marek Walczewski, Emilia Krakowska, Wojciech Siemion u.a.

Inhalt:
Der Film spielt in der aufstrebenden Textilindustriestadt Łódź am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Stadt ist geprägt durch das Zusammenleben von Polen, Deutschen und Juden und zum Ort für Industrielle und Spekulanten geworden. In dieser Zeit beschließen der Pole Karol, der Deutsche Maks und der Jude Moryc, ebenfalls eine Fabrik zu bauen. Durch Insiderinformationen über die Baumwollbörse, die Karol von einer Fabrikantenfrau erhält, können sie ein Geschäft abschließen und damit ihr Startkapital entscheidend aufbessern. Die Einweihung der Fabrik geschieht mit den üblichen Festlichkeiten. Allerdings lässt der Fabrikant, dessen Frau ihn mit Karol betrogen hat, aus Rache an der Fabrik Feuer legen, und diese brennt vollständig ab. Da die drei Freunde aus Geldnot keine Versicherung abgeschlossen haben, stehen sie mittellos da.

Die unterschiedlichen Kulturkreise, die damals in der Stadt existierten und wirtschaftlich miteinander konkurrierten, werden nicht nur durch die Hauptdarsteller gezeigt, sondern auch durch das Nebengeschehen. Die gelegentliche Verwendung kurzer deutscher Phrasen im eigentlich polnischsprachigen Film deutet den Einfluss der Deutschen Industriellen im damaligen Łódź an.

Der Film spielt zur Zeit der Hochphase des Industriekapitalismus und zeigt die dabei auftretenden sozialen Konflikte und Gegensätze am Beispiel der Textilindustrie im von Russland annektierten Teil Polens. Während die Fabrikanten in Luxus schwelgen, leben die Fabrikarbeiter in Armut. Einziger Wert für die Fabrikanten ist die Vermehrung ihres Gewinnes und die Repräsentation des eigenen Vermögens. Gleich zu Beginn des Films werden die harten Arbeitsbedingungen und die Konzentration auf Profit als Gegensätze inszeniert. Der Angestellte von Horn versucht einer Witwe, die ihren Mann bei einem Betriebsunfall in der Fabrik von Buchholtz verloren hat, zu helfen und wird dafür vom Fabrikdirektor Karol Borowiecki zurechtgewiesen. Von Horn rechtfertigt sich damit, dass er keine Maschine sei, sondern ein Mensch („Nie jestem maszyną, a człowiekiem“). Doch Borowiecki entgegnet ihm: „Zuhause, aber in der Fabrik ist ihre Menschlichkeit nicht erforderlich“ („Domu, a w fabryce nie wymaga się od pana człowieczeństwa“). In einer späteren Szene kommt Borowiecki zu einem Arbeitsunfall, bei dem ein Arbeiter seinen Arm verloren hat und anscheinend stirbt. Er zögert kurz, fordert dann aber die Arbeiter auf: „An die Maschinen“ („Do maszyn“).
(Quelle: Wikipedia)

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