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Bürgschaft für ein Jahr

DEFA-Spielfilm der Gruppe "Berlin"
(Literaturverfilmung)

Plakat Bürgschaft für ein Jahr

Jahr: 1981
Drehbuch: Gabriele Kotte
Regie: Herrmann Zschoche
Kamera: Günter Jaeuthe
Musik: Günther Fischer
 
Laufzeit: 93 min
FSK: ab 6 Jahre
 
Darsteller:
Katrin Saß, Monika Lennartz, Jaecki Schwarz, Jan Spitzer, Christian Steyer, Heide Kipp, Ursula Werner, Barbara Dittus, Angelika Mann, Solveig Müller, Werner Kanitz, Dieter Montag, Peter Bause, Gerd Michael Henneberg, Uwe Kockisch u.a.

Inhalt:
Nina Kern (Katrin Saß) ist Ende 20 und alleinerziehende Mutter dreier kleiner Kinder. Seit ihrer Scheidung kommt sie jedoch nicht mehr mit dem Leben zurecht. Sie liebt ihre Kinder, will ihnen eine gute Mutter sein und einer geregelten Arbeit nachgehen. Doch allzu schnell vergisst sie auch ihre guten Vorsätze, sobald sich eine Gelegenheit bietet, dem tristen Alltagstrott zu entfliehen. So vernachlässigt sie die Kinder Mireille, Jacqueline und René.
Schließlich greift das Jugendamt ein. Mit einer einstweiligen Verfügung werden die drei Kinder in ein Kinderheim eingewiesen. Nina droht der Entzug des Sorgerechtes, wenn sie nicht ihr bisheriges Leben grundlegend ändert.
Nina entscheidet sich für ihre Kinder. Von Amts wegen stellt man ihr zwei Bürgen zur Seite. Während Bauingenieur Peter Müller (Jaecki Schwarz) den Auftrag nur widerwillig übernimmt und so auch bald das "Handtuch" wirft, weiß die ebenfalls alleinstehende Musiklehrerin Irmgard Behrend (Monika Lennartz), dass man Menschen wie Nina Kern nicht ändern kann, dass man sie akzeptieren muss. Irmgard kümmert sich beharrlich und aufopferungsvoll um Nina. Bei ihr findet Nina Mitgefühl und Güte. Dennoch stoßen hier zwei grundverschiedene "Welten" aufeinander.
Probeweise darf Nina ihr jüngstes Kind, Mireille, wieder betreuen. Sie hat inzwischen auch einen neuen soliden Freund, Werner (Jan Spitzer). Doch dann tauchen die alten "Bekannten" wieder auf und alle guten Vorsätze sind erneut vergessen. Nina verliebt sich in den attraktiven Heiner (Christian Steyer), für den sie nur eine Zufallsbekanntschaft ist. Werner ist nun nicht mehr bereit, mit Nina weiter zusammenzuleben. Nina ertränkt ihren Kummer im Alkohol.
Und wieder ist es Irmgard Behrend, die auch in dieser schwierigen Phase zu ihr hält. Sie macht Nina unmissverständlich klar, dass diese endlich die Verantwortung für ihr Leben übernehmen muss. Und Nina begreift endlich. So schwer es ihr auch fällt, schließt dies jedoch auch ein, dass sie Jacqueline, mit der sie besonders arge Schwierigkeiten hat, zur Adoption freigibt.

Dieser Film mit dem nach wie vor hochaktuellem Thema wurde von Regisseur Hermann Zschoche auf ebenso eindringliche wie differenzierte Weise inszeniert. Großen Anteil am Gelingen des Films haben dabei sowohl Katrin Saß (damals noch Studentin) wie auch Monika Lennartz, die beide ihre Rollen überaus überzeugend und authentisch spielten.
So erhielt Katrin Saß für ihre schauspielerische Leistung in diesen Film verdienterweise 1982 den Silbernen Bären auf der Berinale sowie der Film selbst den Preis des Internationalen Katholischen Filmbüros (OCIC).

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