Ost-Film
Startseite
Die Filme
Die Stars
Die Technik
 
Kontakt
Gästebuch
Links
Impressum

zurück zur Übersicht DDR, A bis H

Berlin um die Ecke

DEFA- Spielfilm der Arbeitsgruppe "Berlin"


Plakat

Jahr: 1965 / 90
Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase
Regie: Gerhard Klein
Kamera: Peter Krause
Musik: Georg Katzer
 
Laufzeit: 86 min
 
Darsteller:
Dieter Mann, Monika Gabriel, Erwin Geschonneck, Hans Hardt-Hardtloff, Kaspar Eichel, Harald Warmbrunn, Kurt Böwe, Jürgen Frohriep, Klaus Ebeling, Achim Schmidtchen, Rudolf Ulrich, Uwe-Detlev Jessen, Maria Rouvel, Evamaria Bath, Angela Brunner, Helga Raumer, Else Wolz, Dieter Wien, Ernst-Georg Schwill u.a.

Inhalt:
In diesem Film geht es um junge Arbeiter in einem Berliner Metallbetrieb zu Mitte der 1960er Jahre. So manches im Betrieb widerstrebt ihnen, doch keiner will ihre kritischen Äußerungen wahrnehmen. Auch der Meister (Harald Warmbrunn) verschließt sich der Kritik, obwohl er möchte, dass ordentlich gearbeitet und nichts verschwendet wird. Dennoch können die jungen Leute offen mit ihm reden.
Und dann ist da auch noch die Liebe zwischen Olaf (Dieter Mann) und der (noch) verheirateten Karin (Monika Gabriel), die sich gerade von ihrem Mann trennen will.
Eines Tages bricht der alt Paul Krautmann (Erwin Geschonneck) tot im Betrieb zusammen. Ein etwas fanatischer Altkommunist, der Redakteur der Betriebszeitung, beginnt nun ständig an den Jungen herumzukritisieren. Olaf fühlt sich von ihm schließlich so sehr gekränkt, dass er ihm eines Abends im Flur verprügelt. Doch seltsamerweise wird das der Beginn einer gegenseitigen Annäherung.

"Nur lose sind Szenen und Handlungsstränge miteinander verbunden zu einem Filmessay von eigenwilliger Schönheit. Als im Dezember 1965 die ersten Plenumsfilme verboten wurden, liefen für "Berlin um die Ecke" gerade die letzten Dreharbeiten. Im Frühjahr 1966, nach dem Rohschnitt, geriet auch dieser Film in die Kritik. Vorgeworfen wurde den Autoren unter anderem, sie hätten einen Generationenkonflikt als gesetzmäßig und unüberbrückbar dargestellt, vorhandene Probleme im Produktionsalltag übertrieben und entstellt und die sozialistische Wirklichkeit unfreundlich und trist gezeichnet. Der Film wurde verboten und blieb Fragment. 1987 wurde er – noch in der DDR – in einer Rohschnittfassung erstmals aufgeführt, bevor er 1990 fertiggestellt werden konnte."
(Quelle: © Katalog der 66. Filmfestspiele Berlin)

zurück zur Übersicht DDR, A bis H