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Kein Hüsung

DEFA-Spielfilm (Literaturverfilmung)
nach Fritz Reuter (Verserzählung / Andere Werke / Aufzeichnungen)


Progress Filmillustrierte Nr. 25 / 54

Jahr: 1953 / 54
Drehbuch: Ehm Welk
Regie: Artur Pohl
Kamera: Joachim Hasler
Musik: Hans Hendrik Wehding
 
Laufzeit: 94 min
DVD: Icestorm
FSK:
 
Darsteller:
Eva Kotthaus, Rudolf H. Krieg, Willy A. Kleinau, Hanns Anselm Perten, Ursula Burg, Otto Blumenthal, Otto Saltzmann, Herbert Rüdiger, Dorothea Thiesing, Hans-Edgar Stecher, Rudolf Klix, Antje Ruge, Norbert Christian, Siegfried Weiß, Karen Fredersdorf, Anna-Marie Besendahl, Ellen Plessow, Walter Schramm, Georg Helge, Horst Schumann, Willi Schwabe, Ursula Drews, Marianne Wünscher, Rolf Ripperger, Ilse Bastubbe, Edith Wildenhain, Charles-Hans Vogt, Paul R. Henker, Hans Joachim Schoelermann, Wilhelm Hoff, Gisela Czienzoll, Helli Ohnesorge, Friedrich Teitge, Arthur Matschke, Hermann Stetza, Peter Priemer, Lothar Bonasiack, Manfred Enge, Egon Molkow, Waldemar Jacobi, Fredy Barten, Erich Nadler, Hans Sanden, Toni Meitzen, Guido Goroll, Otto Lange, Agnes Kraus, Gerda Müller, Ursula Dücker, Waldemar Tepel, Erwin Wittmer, Erich Wolf, Wolf Benckendorff u.a.

Inhalt:
Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Mecklenburgischen Dorf. Johann (Rudolf H. Krieg) und Mariken (Eva Kotthaus) stehen im Dienst des Barons (Hanns Anselm Perten), und nach den mittelalterlichen Landesgesetzen brauchen sie, um heiraten zu können, seine Einwilligung und sein Hüsung (Wohnrecht auf seinem Land). Johann bittet ihn darum, doch der Baron verweigert es, weil die hübsche Mariken ihn einst abgewiesen hat. Mariken versucht es nun bei der Baronin (Ursula Burg). Als diese jedoch merkt, daß das Mädchen schwanger ist, jagt sie es empört davon. Im Streit tötet Johann den Baron und muß fliehen. Mariken bringt ihr Kind zur Welt und stirbt kurz darauf. Nach zehn Jahren kommt Johann zurück, seinen Sohn zu holen. Er ist in der Welt herumgekommen, hat die 48er Revolution miterlebt und hofft, daß der Sohn es einmal besser haben wird.

(Quelle: "Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992")

Bereits 1952 hatte Hans-Georg Rudolph mit der Verfilmung von Kein Hüsung begonnen. Das Drehbuch stammte ebenfalls von Ehm Welk, die Hauptdarsteller waren Robert Zimmerling (Johann) und Liane Croon (Mariken). Die Filmbauten stammen von Oskar Pietsch. Der Film betonte das revolutionäre Element und wich dabei von der zugrundeliegenden Verserzählung ab – am Ende sollte es zu einem Bauernaufstand kommen, bei dem Johann den Baron tötet. Nach ersten abgedrehten Szenen wurde die Arbeit am Film jedoch im Dezember 1952 abgebrochen, da der Film zu episch angelegt sei und Kameraarbeit und Schauspieler nicht überzeugten. (F.-B.Habel: "Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme")

Die Szenen des ersten Verfilmungsversuchs der DEFA gelten als vernichtet.

Im darauf folgendem Jahr wurde "Kein Hüsung" schließlich von Artur Pohl verfilmt und lief 1954 in den Kinos der DDR an.


VHS-Cover

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